{"id":7043,"date":"2018-05-16T16:21:23","date_gmt":"2018-05-16T14:21:23","guid":{"rendered":"https:\/\/kingcom.ch\/elefantengedaechtnis\/"},"modified":"2018-05-16T16:21:24","modified_gmt":"2018-05-16T14:21:24","slug":"elefantengedaechtnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kingcom.ch\/en\/elefantengedaechtnis\/","title":{"rendered":"Elefantenged\u00e4chtnis"},"content":{"rendered":"<p>Kennst du es? Du riechst etwas und denkst sofort an einen bestimmten Moment deiner Kindheit. Unsere Sinnesorgane helfen uns beim Erinnern. Unsere Sinnesorgane nehmen zum Beispiel Ger\u00fcche, Ger\u00e4usche, Geschm\u00e4cker, Personen (Aussehen, Charaktereigenschaften), Orte, Gegenst\u00e4nde oder Jahreszeiten war, die uns an etwas erinnern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6934\" src=\"https:\/\/kingcom.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180516_114618-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/kingcom.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180516_114618-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/kingcom.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180516_114618-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Es gibt viele verschiedene Arten von Ged\u00e4chtnissen. Wir stellen euch heute die zwei Wichtigsten vor:<\/p>\n<p>Das autobiographische Ged\u00e4chtnis ist f\u00fcr die Identit\u00e4t von jeder Person wichtig. Es speichert wichtige Momente und Erlebnisse, welche die Person und ihren Charakter pr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Das episodische Ged\u00e4chtnis speichert vor allem Emotionen, es sortiert auch aus. Zuerst kommt alles, was wir sehen, riechen, schmecken, tasten und h\u00f6ren und nur wenige Sekunden alt ist, ins Kurzzeitged\u00e4chtnis. Nur das, was unser Gehirn f\u00fcr wichtig erachtet kommt ins Langzeitged\u00e4chtnis. Alles andere wird ausgefiltert und wir vergessen es. Alles was es ins Langzeitged\u00e4chtnis geschafft hat, wir zu \u00e4hnlichen Emotionen\/Erlebnissen am gleichen Platz gespeichert. Wenn wir nun in einer bestimmten Situation sind, kommen alle Emotionen\/Erlebnisse hoch, die \u00e4hnlich und somit am gleichen Platz gespeichert sind. Erlebnisse, die mit vielen Emotionen verbunden sind, erachtet das Gehirn als besonders wichtig und die werden sofort ins Langzeitged\u00e4chtnis gespeichert. Jedoch verformen sich unsere Erinnerungen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6930\" src=\"https:\/\/kingcom.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180516_114631-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/kingcom.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180516_114631-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/kingcom.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180516_114631-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden von Vielem beeinflusst. Zum Beispiel von anderen Leuten, die auch bei einem Ereignis dabei waren. Sagen sie nun etwas, was wir nicht (genau) so erlebten, denken wir nochmals nach. H\u00e4ufig haben wir dann auch das Gef\u00fchl, es erlebt zu haben, vor allem wenn mehrere Personen diese &#8220;Beobachtung gemacht haben&#8221;. Wir werden aber auch mit Stress beeinflusst. Im Stress \u00fcbersehen wir etwas oder wir f\u00fcgen etwas ungewollt dazu. \u00c4hnlich ist das auch bei der Angst. Wir bilden uns oft etwas zu gross, zu krass oder zu gef\u00e4hrlich ein und das bleibt dann auch so in Erinnerung. Das ist in dem Moment aber auch ein Schutz, damit wir aufmerksamer sind und wir f\u00fcr eine &#8220;Flucht&#8221; oder einen &#8220;Angriff&#8221; gewappnet sind.<\/p>\n<p>Der Hippocampus ist die Schaltzentrale zwischen dem Kurz- und Langzeitged\u00e4chnis. Je nach Bedeutung werden von hier die Informationen vom Kurz-ins Langzeitged\u00e4chtnis \u00fcbernommen und gespeichert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier kommen noch zwei Spezialf\u00e4lle:<\/p>\n<p>Jill Prince hat ein besonderes, ausgepr\u00e4gtes, autobiografisches Ged\u00e4chtnis. Sie kann sich an jeden einzelnen Tag ihres Lebens erinnern seit sie 11 Jahre alt ist. Das heisst, sie vergisst rein gar nichts. F\u00fcr sie ist das eine grosse Last, denn es gibt einfach Ereignisse oder Momente, die man vergessen m\u00f6chte. Vergessen ist ein nat\u00fcrlicher Schutz. So k\u00f6nnen wir unn\u00f6tige Dinge ausfiltern um nur die Wichtigen festhalten.<\/p>\n<p>Das Gegenteil ist Clive Wearing. Er erkrankte an einem Virus. Dieser zerst\u00f6rte einen Teil seines Gehirns. Darunter befand sich auch der Hippocampus. Seine Krankheit ist die Globale Amnesie: Der komplette Ged\u00e4chtnisverlust. Clive sagt von seiner Krankheit, dass es sich anf\u00fchle, wie eine Nacht ohne Traum oder wie tot sein. Sein Kurzzeitged\u00e4chnis funktioniert jedoch. Er kann sich an alles erinnern, was nicht \u00e4lter als sieben Sekunden ist. Er kann nicht alleine aus dem Haus, denn kaum ist er draussen, weiss er nicht mehr wohin er wollte und woher er gekommen ist. Jedoch kann er sich an seine Frau erinnern. Jedes Mal wenn er sie sieht, freut er sich so wie als h\u00e4tte er sie jahrelang nicht mehr gesehen, da er vergessen hat, wann er sie zum letzten Mal gesehen hat. Das hat etwas mit den Emotionen zu tun. Er liebt sie sehr und Erlebnisse mit vielen Emotionen werden str\u00e4rker im Langzeitged\u00e4chtnis abgespeichert. Das Klavierspielen verlernte er auch nicht. Der Grund daf\u00fcr ist, dass ein anderer Teil des Hirns f\u00fcr solche Dinge zust\u00e4ndig ist. Bei Clive ist dieser Teil nicht besch\u00e4digt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kennst du es? Du riechst etwas und denkst sofort an einen bestimmten Moment deiner Kindheit. Unsere Sinnesorgane helfen uns beim Erinnern. Unsere Sinnesorgane nehmen zum Beispiel Ger\u00fcche, Ger\u00e4usche, Geschm\u00e4cker, Personen (Aussehen, Charaktereigenschaften), Orte, Gegenst\u00e4nde oder Jahreszeiten war, die uns an etwas erinnern. Es gibt viele verschiedene Arten von Ged\u00e4chtnissen. 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