{"id":1881,"date":"2017-09-07T16:09:30","date_gmt":"2017-09-07T14:09:30","guid":{"rendered":"https:\/\/kingcom.ch\/?p=1881\/"},"modified":"2017-09-08T15:07:08","modified_gmt":"2017-09-08T13:07:08","slug":"das-erinnerungs-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kingcom.ch\/de\/das-erinnerungs-museum\/","title":{"rendered":"Das Erinnerungs-Museum"},"content":{"rendered":"<p>Wenn wir ein Museum er\u00f6ffnen w\u00fcrden, dann w\u00e4r es in vier R\u00e4ume aufgeteilt:<\/p>\n<ul>\n<li>Kindheit<\/li>\n<li>Langzeitged\u00e4chtnis und Kurzzeitged\u00e4chtnis<\/li>\n<li>Weckbare Erinnerungen<\/li>\n<li>Emotionale Erinnerungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit diesem Beitrag m\u00f6chten wie dir einen Blick in unsere Vorsellung erm\u00f6glichen. Wir beschreiben das Aussehen jedes Raumes und seinen Inhalt.<\/p>\n<p><strong>Lang- und Kurzzeitged\u00e4chnis<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2010 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/kingcom.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170907_141443-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Alles was wir sehen, h\u00f6ren, ertasten, entdecken, f\u00fchlen und erleben wandert automatisch in unser Ged\u00e4chtnis. Dort wird erstmal alles sortiert. Dieses Verfahren kann man sich vorstellen wie in einer Bibliothek. Stell dir vor, du hast deinen ersten Kuss. Dieser Moment ist ganz neu, also muss dein Ged\u00e4chtnis einen neuen Ordner erstellen, in dem diese Erinnerung festgehalten wird. Wenn du wieder jemanden k\u00fcsst, dann wird diese Erinnerung in den gleichen Ordner gepackt und deine Erinnerung wird angepast, so dass du richtig reagieren kannst. Wenn du diese Situation immer und immer wieder erlebst, wird die Information unn\u00f6tig und sie schafft es nicht mehr ins Langzeitged\u00e4chtnis. Das bedeutet, wenn du jemanden zum 100. Mal k\u00fcsst, dann kommt dieser Moment ins Kurzzeitged\u00e4chtnis und wird dann gefiltert.<\/p>\n<p>Dieser Raum ist eine Art Parkuhr, in der man mit der Erinnerung mitgeht und ihren Weg kennenlernt. In diesem Raum sieht es aus wie in einer Bibliothek, alles ist nach Farbe,\u00a0 Form und Gr\u00f6sse geordnet. Wenn man einen der Ordner \u00f6ffnet, die \u00fcberall in den Regalen stehen, kann man eine Erinnerung lesen. Zum Beispiel: die Geburt \u00a0meiner ersten Tochter, die grosse Reise nach Afrika oder Indien.<\/p>\n<p><strong>Kindheitserinnerungen<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2013 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/kingcom.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170907_135055-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>In diesem Raum ist alles bunt und chaotisch. Es hat \u00fcberall verstreut Erinnerungen und Geschichten in Form von Videos, die man ansehen kann. Die Menschen erz\u00e4hlen von ihren fr\u00fchsten Erinnerungen.\u00a0Aber ab wann kann man sich wirklich an etwas erinnern? Soald dieser Bereich des Hirns fertig gebaut ist im Bauch der Mutter? Sobald man auf der Welt ist? Oder entwickelt es sich mit der Zeit ? Solche Fragen k\u00f6nnen sich die Besucher des Erinnerungs-Museums stellen und wilde Theorien aufstellen, die alle gesammelt werden.<\/p>\n<p><strong>Weckbare Erinnerungen<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1947 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/kingcom.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170907_135807-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Es gibt Dinge, die einen an etwas erinnern, ein Erlebnis, das im Langzeitged\u00e4chtnis gepeichert ist und durch einen bestimmten Gegenstand oder Geruch hervor gerufen werden. Dieser Raum ist so aufgebaut, dass man an verschiedene Stationen gehen kann, wo man an etwas riechen kann oder einen Gegenstand sieht. Zu diesem Gegenstand wird einem dann eine Geschichte erz\u00e4hlt. Eine Erinnerung, die jemandem in den Sinn kommt, wenn er diesen Geruch riecht oder diesen Gegenstand sieht. Ausserdem kann man noch ein Assoztiatonsspiel spielen. Es werden einem W\u00f6rter gesagt, zu denen man dann das erst Wort, das einem in den Sinn kommt sagen muss. Es gibt kein richtig oder falsch.<\/p>\n<p><strong>Emotionale Erinnerungen<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1966 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/kingcom.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170907_145207-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Ob positiv oder negativ, diese Erinnerungen schaffen es immer ins Langzeitged\u00e4chnis. In diesem Raum gibt es eine helle und eine dunkle Seite. Auf der hellen Seite findet man Dinge wie Hochzeitsbilder, ein Bild eines frischgebackenen Vaters oder eine junge Frau, die stolz ihr Diplom in die Kamera streckt. Auf der dunklen Seite sieht man ein Bild eines zerbrochenen Herzens, eines sich streitenden Paares oder ein Bild eines Grabes. Man kann ausserdem ein Spiel spielen, in dem man Bilder in die verschiedenen Teile des Ged\u00e4chtnisses einordnen kann.<\/p>\n<p>So stellen wir uns unser Museum vor. Sollten wir es tats\u00e4chlich er\u00f6ffnen, w\u00fcrden wir uns freuen, wenn ihr es besuchen w\u00fcrdet!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir ein Museum er\u00f6ffnen w\u00fcrden, dann w\u00e4r es in vier R\u00e4ume aufgeteilt: Kindheit Langzeitged\u00e4chtnis und Kurzzeitged\u00e4chtnis Weckbare Erinnerungen Emotionale Erinnerungen Mit diesem Beitrag m\u00f6chten wie dir einen Blick in unsere Vorsellung erm\u00f6glichen. Wir beschreiben das Aussehen jedes Raumes und seinen Inhalt. 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